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du steinerner mann
da stehst du, hoch auf deinem sockel,
herab schaust du mit starrem blick,
und hätt´st gedanken du, wärst du nicht tot,
wüsst´ ich sehr gern´, was d´ denken tust.
dein kleid, das heut´ längst aus der mode,
ziert dich trotzdem, noch wie am ersten tag,
müsst´ es doch längst verwittert sein,
hängt es an dir, wie neu gewebt.
dein stolz´s gesicht, trotzdem der stein ist g´wiss sehr alt,
scheint mir, als wär´s aus fleisch und blut,
so auch dein haar im lauen wind zu wiegen scheint,
als würd´s gestutzt an jedem neuen tag.
hör´, du mann aus stein, auf deinem sockel,
weisst du, wer´s ist, der dich so hegt und pflegt?,
der rat der stadt ist´s, der dich für viel geld,
wenn´s zeit ist, wieder, fast wie neu, auf deinen sockel stellt.
und schert´s dich auch nicht, was ich schreib´,
weil du mich nicht verstehst, wie ich so vieles nicht,
geh´n doch so viel´ lebend´ge leut´ vorbei,
die vom rat der stadt das bräuchten,
was du als toter nimmst! (© boonesike)
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